Hier geht es direkt zu meinen Büchern:

 

 

9. Dezember 2011

statusmeldung...

Grüßt euch. Long time no see. Mal wieder.

Drängt sich natürlich die Frage auf, warum?

Mein vorletzter Eintrag war ja eher so "tragisch" mitanzulesen, der letzte eher positiv gestimmt.

Was ist also in der Zwischenzeit passiert?

Ich glaube: eine ganze Menge. Vielleicht alles eher irrelevant für zum Lesen, aber hey. Kurz zum Status Quo im Hause Strauß.

Zum einen bin ich derbe verliebt im Moment. Und unentwegt irgendwie auf Tour. Bin ich dann doch mal zu hause, möchte ich mein Mädel sehen und komme nicht wirklich dazu, mich um meine Homepage zu kümmern, was ich eigentlich für eine gute Sache halte. Lebendiges Leben ist halt schöner, als digitales.

Durch das herumtouren habe ich jetzt so viel Geld auf die Seite schaffen können, dass ich im Januar und Februar nicht auf das Geldverdienen angewiesen bin. Stattdessen werde ich mich einschließen und meinen angefangen Roman "Guck dir die Tiere an, wie glücklich die immer sind" zuende schreiben. Habe ich unglaublich Bock drauf, mir sind die Charactere schon wieder ziemlich ans Herz gewachsen.

Was mich in letzter Zeit gefreut hat, waren die durchweg positiven Reaktionen auf den Uhrmacher. Ich zitire eine facebooknachricht von heute Vormittag:

 

Lieber Andy. Ich lese grade dein mir kürzlich von dir persönlich verkauftes Büchlein aka Weihnachtsgeschenk für Donnergott. Und ich hab grade ein bisschen geweint. Denn mal abgesehen davon, dass das ein widerliches Machwerk mit abstrusesten Ekelhaftigkeiten ist und zwischendurch schon son bisschen mein Mageninhalt zu hüpfen anfing, und auch abgesehen davon dass ich noch gar nicht zu Ende gelesen habe...das ist so wunderschön ♥ Ich kann gar nicht in Worte fassen was ich dabei fühle. Das ist das beste Buch der Welt und wärst du mein Typ würde ich dich jetzt bitten mit mir Liebe zu machen. ♥

 

Ja, das macht mich glücklich, sowieso.

 

Was mich ein bisschen geärgert hat, ist, dass ich bei der Filmpremiere eines Filmes, in dem ich mitspiele, nicht sehen konnte. Der Film trägt den Titel "Das Cast Ding" und hatte seine Premiere Vorgestern, also am 7. Dezember. Ich war nicht da, weil ich (auch in diesem Moment noch) in der Schweiz rumtüddel (Anwesend seit dem 7. Dezember. Beamtenprotokoll: mein PKW wurde schon zwei mal durchsucht, davon nur ein mal an der Grenze). Kritiken und Infos zum Film habe ich gerade hier gefunden: Westfälische Nachrichten / Münstersche Zeitung.

Sonntag kann man den in Münster noch mal gucken, und zwar im Cinema um 15 uhr. Kommt wahrscheinlich gerade ein bisschen zu spät wenn du das hier liest (man sieht ja, wie oft ich gerade meine Seite füttere...)

 

Soviel in aller kürze...

Ich bastel jetzt weiter...

Basteln beruhigt...

 

 

 

 

 

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4. Oktober 2011

up

So. Irgendwann ist ja auch mal gut mit rumheulen.

Bin etwas zur Ruhe gekommen. Vielleicht sieht man das an der Lampe im Badezimmer. Da war das Problem, dass da zwar keine Birne mehr vorhanden ist, aber der letzten Birnenbewohnerin Fassung noch fest an ihrem Platz saß. Ich hab es zwar nicht geschafft, die alte Fassung heraus zu prökeln, aber hinter meinem Spiegel kommt so ein dreipoliges Stromkabel hervor. Habe also meine Lieblingslampe vom Flohmarkt genommen (eine hammerschlag-lackierte Schreibtischlampe mit eingebauter Lupe), sie mit einer Schraubzwinge am Handtuchhalter festgemacht, den Stecker abgeschitten und sie an das heraus ragende Kabel drangelüsterklemmt. Jetzt kann ich auf den Lichtschalter drücken und habe wunderschönes und, weil die Lampe gen Wand leuchtet, indirektes Licht im Badezimmer. Die Waschmaschine ist jetzt zum dritten Mal durchgelaufen und von den Pfandflaschen, die ich gleich wegbringen werde, werde ich den Wagen Tanken können. Es geht also bergauf, auch wenn ich gleich eher bergabmäßig nach Ostfriesland fahren und meine Schwester besuchen werde.

Es war ziemlich schwer, diesen "ganz-unten"-Zustand zu überwinden und auch wenn ich mich jetzt noch nicht "ganz oben" fühle, bin ich doch weit genug aus dem Loch raus, um irgendwo Horizont zu sehen.

Kurz danke sagen möchte ich an dieser Stelle auch noch. Und zwar meinem Wahlheimatsbundesland. Bin quasi gerade NRW-Slam-Champion geworden.

Das war schön.

 

 

 

 

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26. September 2011

ehrlich

Ich weiß nicht, wie viel Ehrlichkeit so eine blog-eske Homepage verträgt, keine Ahnung, hab mit Markt- und Meinungsforschung nicht so viel am Hut, auch wenn ich gerne mal mit den Außendienstmitarbeitern rede, wenn sie mich anrufen. Ebenso kann ich nicht sagen, wie gut es ist, sehr ehrlich im Internet zu sein im Bezug auf spätere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn dich der zukünftige Chef zu googeln versucht und dann Sachen findet, die du tatsächlich so meinst. Da ich aber auch nicht weiß, welche Firma jemanden beschäftigen sollte, der durch die Gegend rennt und Denkmäler anschreit als gäbe es keinen Morgen, glaube ich, kann ich auch ehrlich sein, gerade.

Fakt ist, es geht mir nicht gut. Schon etwas länger jetzt. Man sieht es daran, dass ich hier seit dem zehnten August nichts mehr geschrieben (quasi mein Onlinewohnzimmer nicht aufgeräumt) habe oder daran, dass ich einfach viel irgendwo rum sitze und in die Gegend starre, manchmal auch einfach rumheule.

Auch sonst ist gerade nicht viel mit Ordnung, durch meine Wohnung ist kaum durchkommen, die Lampe im Badezimmer ist nich repariert, meine Gartentür lässt sich nicht öffnen, mein Fahrrad ist platt und mein Auto bräuchte unbedingt einen neuen Zylinderkopf. Alles Dinge, die ich schleifen lasse um mich zum Beispiel mit Solitär oder Bejeweled vom Denken weg zu holen. Ich habe Kopfschmerzen, Frühstücke nicht und rauche circa 60 Zigaretten am Tag.

Bühnentechnisch läuft alles ganz gut, ich bin zufrieden mit den meisten letzten Auftritten in der letzten Zeit, besonders die Shows mit Artur in Flensburg oder auf der DigitalArtForum-Conventrion waren sehr geil, aber irgenedwie komme ich trotzdem nicht klar.

Was ist zum Beispiel so schwer daran, eine Waschmaschine anzuschalten? Oder den Boden zu wischen?

Ich muss dazu sagen, dass ich 2006 für zwei Monate wegen einer Depression in der Psychiatrie war. Die haben mir im Prinzip nur beigebracht, To-do-Listen zu erstellen und Körbe zu pflechten. Jetzt gerade weiß ich nicht so recht, was ich machen soll. Habe das Gefühl, dass Ruhe ganz gut wäre, aber versuch das mal durchzuziehen....

Irgendwie hat so ein "offener Brief" von Innen immer was vom Hilferuf eines Selbsttliquidators, das hier soll aber nicht als solcher verstanden werden. Ich fühle mich nur nicht dazu in der Lage, mir irgendwem zu reden und dachte, dass es vielleicht hilft, wenn ich das hier schreibe. Keine Ahnung. Am liebsten würde ich mich jetzt ins Bett legen.

Im Übrigen ist Uhrmacher jetzt zu haben, also, zumindest hab ich heute ein Paket bekommen, wo 10 Stück drin waren. Morgen oder übermorgen bekomme ich noch ein Paket mit mehr Büchern.

Die zehn werde ich jetzt einpacken und den Leuten schicken, die bei mir schon vorbestellt hatten, in der reihenfolge, in der sie bestellt hatten. Den Rest verschicke ich dann, sobald das andere Paket da ist.

Morgen habe ich Geburtstag und möchte im Bett liegen.

Morgen habe ich Geburtstag.

Morgen im Bett liegen.

Morgen.

Morgen.

Scheiße.

 

 

 

 

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10. August 2011

Trojanische Kuckuckding-Überlegungen und so weiter

Hi Dudes (m+f)!

Heute ma eben ein Newsflash. Oder wie Anhänger der Opfer der ersten, hier heute zu besprechenden Aktion sagen würden: Neuigkeitenblitz. Most of you wissen das bestimmt schon, aber ich erzähle das nochmal und ergänz es um ein Paar Überlegungen.

EXIT Deutschland, eine Gruppe, die Neonazis Hilfestellung beim Ausstieg aus der Szene leistet, hat es geschafft, bei einem Rechtsrock-Konzert in Gera 250 trojanische T-Shirts zu verteilen. Die T-Shirts zeigen zunächst einen Totenkopf und den Schriftzug: Hardcore Rebellen / National und frei. Nach dem ersten Waschen allerdings zeigt es Werbung für Exit und propagiert den Ausstieg aus der rechten Szene. Hier mal als gif:

 

Diese Aktion gefällt mir sehr gut, habe das aber mal weitergesponnen. Was wäre, wenn da jetzt plötzlich ein Tätowierer auf einen Rechtsrockfestival stünde, der heimlich mit zweierlei Nadeln und Farben arbeitete?

 

 

 

Vielleicht käme ja so etwas dabei raus:

 

 

Okay, ich kann jetzt nicht soooo gut zeichen, aber Tätowierer ja in der regel schon. Gut zeichnen hingegen kann Artur. Und er hat es schon wieder getan. Tolle Überleitung, ja, i know.

Hat nämlich das Cover für Uhrmacher gemacht. Und damit sind wir jetzt endlich auch beim Kuckuk! Hurray! Hier ist es:

 

Es ist nun also doch ein Vogel geworden. Der Findungsprozess war mehr als schwer, insgesamt hatte ich neun Entwürfe von verschiedenen Künstlern auf dem Tisch, alles geliebte Kollegen. Das von Artur trifft es aber irgendwie am meisten, liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mit ihm auf Tour so lange über das Buch geredet habe, wie mit sonst keinem. Da sich der der Inhalt ziemlich stilistisch ziemlich von dem ab, was in Albträumer und Establishmensch abhebt, wollte ich dann im Endeffekt auch beim Cover einen anderen Weg gehen. Und ich bin hart zufrieden.

 

Hintergrundfakten zum Cover, um damit anzugeben:

Die Textur im Hintergrund ist in während einer sehr exzessiven Party in Arturs Wohnung entstanden und besteht aus diversen Körperflüssigkeiten, Deo, Schnaps, Spiritus, Bier und Aquarellfarbe. Wir versuchten, einen bestimmten Aspekt des Buches einzufangen.

 

Offiziell wird es das Buch am 1. Oktober zu kaufen geben, zumindest behauptet es das Verlagsprogramm, welches man hier gucken kann. Besonders gefallen mir meine biografischen Infos im Verlagsprogramm. Endlich mal die Wahrheit.

 

Was ich nicht weiß, ist, ob ich eine Lesetour mit Uhrmacher machen werde. Sicher ist nur, dass, wenn ich eine mache, sie unglaublich dubios wird. Also, für meine Verhältnisse dubios. Mit sehr viel einfach vorlesen und wenig unsinn quatschen. Hmm. Das wird sich zeigen und ist noch zu planen und zu "dramaturgisieren".

 

Was aber definitiv gerade in Planung ist, ist eine kleine Weihnachtslesetour, bei der Mischa Sarim Verollet und ich jeweils mit einem Gast aus den 120 Tagen von Sodom vorlsen werden. Aber nur drei Städte und Termine, nämlich Hamburg mit Michel Abdolahi, Berlin mit so einer Kiezschlampengröße, wo mir der Name entfallen ist und München mit irgendwem, wo wir noch nicht wissen, mit wem. Naja, kommt Zeit, kommt Info.

 

So. Ich gebe zu, gerade völlig überarbeitet und todesgerädert zu sein, deswegen verzeihe die ganzen kaputten Sätze.

Hoffentlich erlebe ich das releasedate von Uhrmacher noch, manchmal sitze ich einfach nur in der Ecke und schaue auf meine Füße und denke, dass die doch jetzt nicht einfach still sein dürfen.

 

Party on, Wayne?

Und was hilft, weiter zu machen?

http://grooveshark.com/ und dann Begriffe eingeben, die einem gerade in den Kopf gekommen sind und schauen, was andere so darüber gesungen haben. In diesem Sinne...

<3

Andy

 

 

 

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21. Dschuli zwajtausendundellef

Laygasthenie on 'se road

Wurd mir doch gestern vorgeworfen, ich sei Legastheniker. In Köln. Alter, hab ich da gedacht. Alter. Weil ich ja so viele Rechtschreibfehler auf meiner Homepage habe. Ey! Dazu kurz mein Kommentar.

a) ich schreibe meine Blogeinträge direkt in HTML ohne Rechtschreibprüfink. Auch, weil ich ab und zu mal Worte erfinde, die in zwar in meinem Kosmos, nicht aber im Common Sense existieren und ich keine rotgewellten "guck hier nochmal genau hin du Idiot"-Linien mag

b) wenn ich tippe, dann meist schneller, als manch ein Politiker redet (statistik: 2 Kaputtgehackte Tastaturen per anno)

c)eterum c)enseo linguam esse credam per scriptoribus.

So.

 

Ansonsten geht es Rotbert, Artur und mir gerade bländänt. Ich schreibe gerade aus dem Circus Maximus, wo wir und drei Stunden unsere fünfte Junkie Nimmerplatt-Show machen. Rotbert parkt illegalerweise auf einem Parkplatz direkt am Bahnhof und überwacht unauffällig den dort stattfindenden Drogenhandel und macht dabei eine gute Figur. Er muss außerdem wieder gut machen, dass er jetzt schon zwei mal in die Werkstatt musste, einmal eines geplatzten Reifens, einmal anderes mal wegen einer geplatzen Frontscheibe.

Gestehen muss ich, dass ich dem Auto deswegen nicht böse bin. Es mag halt gerne, wenn Teile an ihm explodieren und mir geht es ja ganz ähnlich. Wir passen gut zusammen.

Was ich hier gerade noch flugs zeigen möchte, ist ein kleiner Überblick über die Dinge, die bisher auf der Junkie Nimmerplatt-Tour, neben dem Projekt "Mitfahrgelegenheitsmenschen verstören", entstanden sind. Hier also Art von Artur Fast, aka Fast Art:

 

1. Grimmige Kinosessel im Cinema Münster. Wer schon mal da war und sich die Sitze mal anschaut, wird feststellen, wie trefflich dieses Bild ist.

sessel

 

2. Ein Drache und ein Ritter mit einem Kopf im Arm. Währen der show kam es vor, das der Drache mich plötzlich hinten jagte und versuchte, zu begatten.

drache

 

3. Ein LSD-Trip. Der kopf fiel ab und zu auf den Boden. Eigentlich: Beide Köpfe.

voooodooo

 

4. Dschungel-Duuude.

 

5. Super-Popel. Artur mochte mich an dem Abend anscheinend nicht so gerne :-)

 

Jo. Wer Lust bekommen hat, Artur nochmal beim Livezeichen zuzuschauen, kann das noch machen. Termine unter Termine. Dabei Achtung: Der Lübeck-termin hat sich um zwei Tage nach vorne verschoben, Paderborn, Halle und Leipzig sind dazu gekommen.

Als Schmankerl für den Frankerl:

Die Show in der Zentrifuge übermorgen, am 23. Juni, wird nochmal etwas spezieller. Es gibt: ZWEI Livezeichner, die auf ZWEI Leinwänden gegeneinander an malen. Der zweite neben Artur ist MINZE. Ich freue mich auf ein außerordentliches Schlachtfest.

 

Und, zum Kuckuck, nun: Zum Kuckuck!

Es wird doch das Cover vom Uhrmacher werden. Bis 1. August hat Artur die Zeichnung fertig, vielleicht ist das Buch dann tatsächlich am 1. September fertig gedruckt. Hustle Hustle. Ich kann dieses Cover nämlich einfach nur von Artur machen lassen, Herzen wie wir uns derweil immer tun. Oder wie Hipster-Sarim Verollet Sagen Würde:

♥ ♥ ♥

So. Ich bin fertig und bringe diesen post hiermit zu-

 

 

 

PS: Wenn jemand eines der Bild in höhöhöherer Auflösung haben möchte, einfach kontakten.

 

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07. Juli 2011

The next Geburt

Tadaa!!

Nach langer Schwangerschaft ist mein Herzprojketchen endlich Realität geworden. Der kleine Junkie Nimmerplatt ist geschlüpft. Ich verlose direkt mal vier Stück davon. Wie es geht, erkläre ich hier:

 

Alles ganz einfach. Nummer nochmal zum Mitlesen: 0176 / 76458749.

 

Ansonsten: Das Schaf ist weg. Der Fischerprice auch. Schweren Herzens. Ich hoffe, es wird alles in guten Händen sein. Davon ab war ich gerade mit LMBN im Stadion, und es war ziemlich irre. Also irre schön, irgendwie. Auch gut: Die Nachberichterstattung. Wenn ich nicht schon <Lüge> so krass viel tätowiert </Lüge> wäre, würde ich mir folgenden Satz stechen lassen:

"Andy Strauß treibt es mit seinem Text so weit, dass er von BVB-Maskottchen Emma auf der Bühne verprügelt wird."

Video folgt bald.

Dann ist mir aufgefallen, dass ich das mit dem Kuckuck gar nicht aufgeklärt habe. Aber das hat auch seine Gründe. Es ist nämlich nicht der Kuckuck geworden. Aber dazu irgendwann mal mehr. Sobald es fertig ist. Was fertig ist?! Das Cover. Welches Cover? Vom Uhrmacher, meinem Roman.

So. Sonst noch was?`Hmmm... Grad erstmal nicht, muss schnell zu Sebastian 23 fahren, ich glaube, er macht heute Abend lekker Ruhrei...

 

Ach ja, kurz noch ein Anfang von einem Gedicht, dass ich irgendwie nicht zuende kriege:

 

Adé adé ADAC!

 

Im LKW von Hansetrans

saß gestern wieder Transe Hans

er schaute sehr unglücklich

 

Das Leben ist, sang er, ein Schwein

denn er wollt gerne schwanger sein

doch war es ihm nicht möglich

 

 

Hmm, wie kommt man da jetzt raus aus der Nummer? Ich weiß es nicht.

Schade.

Lieeb und ganz viel andere Hippischeiße wishes:

Andy

 

 

 

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21. Juni 2011

Ordnung / Unordnung

Ordnung 1.

Irgendwie habe ich das Gefühl, zu viele Dinge zu besitzen. Wahrscheinlich ist es sogar mehr Tatsache, als Gefühl. Kombiniert mit meinem Fluchtinstinkt ist das nicht gut. Das zieht alles so schwer, in verschiedene Richtungen, aber hauptsächlich nach Unten. Bin derzeit dabei, alles wegzuwerfen, was ich nicht täglich brauche. Oder zu Oxfam zu schleppen. Es sind meist keine Wertgegenstände, sondern einfach so Sachen, die einfach so da sind. Ansammlungen eines Lebens. Meine Idealvorstellung ist, dass irgendwann nichts mehr da ist, außer ein Paar Bücher, ein Bett, der Küchenquastsch, die Anlage und der Tisch. Ich glaube, mehr möchte ich nicht brauchen. Nun gibt es ein Paar Dinge, bei denen ich das einfache Fortschaffen nicht übers Herz bringe. Ich werde sie jetzt hier nach und nach versteigern, in der Hoffnung, dass die Person, die das Bekommt, es zu schätzen weiß und es mir vielleicht sogar zurück verkauft wenn ich irgendwann in 20 Jahren bereit für Dinge bin. Weil dann vielleicht sonst alles in Ordnung ist. Oder so. Und wenn nicht, dann bleibt wenigstens die Erinnerung. Ich fange heute mit zwei Sachen an:

1) Ein Fisherprice-Player, den ich zum Musikmachen benutzt habe und der von Horse the band signiert wurde (Link zu ebay und der Geschichte dazu hier)

2) Eine Skultur, die ich gemacht habe und die Dolly heißt. (Link zu Ebay und der Geschichte hier)

 

Unordnung 1.

Ich traf Oliver Breitenstein. Er ist ein guter Freund und seines Zeichens Künstler. Eine seiner Aktionen ist es, unter dem Titel "Ich schaue Kunst - auch für Sie!" Kunstwerke anzugucken. Für andere Leute. Wenn man quasi Kunst gesehen haben möchte, aber keine Zeit oder Lust hat, es selbst zu tun. Ich habe seine Dienste bereits mehrfach in Anspruch genommen und fühle mich deshalb zeitweise etwas gebildeter, als ich es bin.

Oliver erzählte mir von einem Kunstprojekt, bei dem er Planschbecken irgendwo aufstellen wolle. Es gehe dabei um Vorgärten und sowas. Ich habe dann seine Idee verfeinert und sagte, er müsse die Planschbecken mit verschiedenen Farben füllen und dann müssten sich Menschen Windeln anziehen und da eine Choreographie drin machen. Sein Ansatz war es nämlich, dass das gepflegte Deutschtum seine Vorgärten zu ernst nehme. Mir war es deswegen wichtig, diese auf den ersten Blick unsinnige Aktion sehr ernst durchzuführen, um zu Zeigen, wie ernst wir unsere Unordnung nehmen.

Vielleicht wäre das ganze belanglos, wenn das Video nicht jetzt über einen längeren Zeitraum im Bürgerbüro Münster/Kinderhaus gezeigt würde. Denn dort sehen es Menschen, die mit Sicherheit darüber stolpern werden. Denn was bringt es, der Internet-Youtube-Community etwas zum Fraße hinzuwerfen, was sie einfach nur kurz kommentieren, kurz lachen und auf das nächste Video klicken. Ich glaube, die Öffentlichmachung in einer Behörde, in der alles nach gepflegtem, preussisch-bürokratischem Prinzip zugeht, ist der richtige Schritt.

Hier trotzdem das Video, zum Fraß vorgeworfen. Aber mit Liebe :-)

 

 

 

Ordnung 2.

Ja. Es ist wahr. Ich habe mir tatsächlich ein Auto gekauft. Und: Ja, auch das ist wahr: Es ist ein Mercedes. Und: er ist rot. Und: er ist volljährig. Und: Er hat 18 Jahre lang nicht geraucht. Das erste, was ich gemacht habe, war, mich hinein zu setzen und eine Zigarette zu verköstigen.

Hier erstmal ein Bild:

 

Ich habe ihn Rotbert gekauft. Sicher, da kommen jetzt Fragen auf. Zum Beispiel die Frage: WARUM, alter?!

Es liegt sicher nicht daran, dass ich mit der deutschen Bahn unzufrieden bin. Bisher hat die mich eigentlich noch immer überall dahin gebracht, wo ich so hin musste.

Es liegt auch nicht daran, dass ich plötzlich die Umwelt hasse um jeden Preis die Luft verpesten möchte.

Es liegt auch nicht an den unfassbar günstigen Spritpreisen derzeit. Nein.

Es ist viel einfacher. Und zwar geht es ja mit Artur auf die Junkie Nimmerplatt-tour und wir haben im Prinzip einfach zu viel Tourgepäck. So viel, dass es im Zug logistisch völlig hanebüchen ist, das zu probieren.

Und warum dann der Mercedes? Bist du jetzt so hart reich, oder was geht?!

Nein. Mit Reichtum hat das ganze kaum etwas zu tun. Es war eher eine ordentliche Entscheidung.

Erstens ist es in dem Auto von der größe her sehr angenehm für tatsächlich fünf Personen. Da ich jede Fahrt bei mitfahrgelegenheiten.de reinstelle, kann ich so Leuten einen Gefallen tun und sie bequem durch die Gegend bringen.

Zweitens: Der Wagen war günstiger als alle anderen Autos, die vorher in Frage kamen (ein Honda Accord, ein Hyunday Santamo, ein Passat), schluckt, wenn man mit 140 fährt, nicht mehr als die anderen.

Drittens: Er sieht aus wie das Fahrzeug eines Zuhälters. Wenn jetzt also ein Mensch wie ich diesen Wagen fährt, dann nimmt man den Zuhältern ihr Statussymbol (auch der Grund, warum ich ständig Jogginhosen trage...)

So viel dazu. Wünsch mir eine gute Fahrt und steig ruhig mal ein, ich fahre ziemlich... ehm... naja... ich fahre halt.

 

Unordnung 2.

Was an dem Wagen allerdings UNANFECHTBAR gut ist ist, dass man Orte erreicht, an die kein Öffentlicher Nahrverkehr fährt. Zum Beispiel das Neandertal.

Und auch da stehen Denkmäler...

 

 

 

So much there to...

Gute Fahrt,

Andy

 

 

 

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8. Juni 2011

Na schnell NAtionäl / McBobbies?! / Tournews / Gänsehaut

Kuckuck (aus gegeben Anlass)!

Nochmal: KUCKUCK!

Warum Kuckuck?! Das erzähle ich im nächsten Eintrag. Aber KUCKUCK. So.

Zuerst: Ich habe einen Startplatz für die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften gewonnen. Das wird dann meine fünfte. Wie das von statten ging? Naja, ich habe dene Würzburger Highlander gewonnen. Ein Highlander ist, wenn alle Jahressieger eines Poetry Slams nochmal gegeneinander vorlesen und sich danach fürchterlich betrinken. Und davor auch. Jetzt fahre ich, Wahlmünsteraner und Herzblutostfriese für eine Frankenstadt nach Herzstadt Hamburg. Irreale verquickung. Ich meine, das ist in BAYERN. Also nichts gegen Bayern, aber... Sie wissen ja, was ich meine.

Das wollte ich gerade kurz in die Welt brüllen.

 

Dann noch etwas anderes, was ich gerade für die Band Toolylooly and the McBobbies niedergeschrieben habe:

 

Frequentiert gestellte Frage:

Wie seid ihr zu diesem (phänomenalen/dämlichen/crazigen/nicen/beschissenen) Bandnamen gekommen?

Tobi, der sehr große Mensch mit Saiteninstrument erzählte mir jüngst, dass die Band ständig nach der Herkunft ihres Bandnamens gefragt werde und er nicht so recht eine Antwort darauf geben könne.
Da ich ziemlich daran beteiligt war, gibt es jetzt eine schriftliche Erläuterung.
Dazu muss ich erst ein Paar Dinge vorweg nehmen.
Toolylooly and the McBobbies (ab jetzt: TatMcB) Gitarristen Spunky und Tobi sowie Drummer Timmey, Ex-Drummer Nail und ich hatten mal ein Band mit dem Namen Bowsers Evil Twin. Der Name damals war von mir, weil ich bösen Nintendohardcore im Kopf hatte und was ist böser und mehr Nintendo, als wenn Bowser noch einen böseren Zwilling hätte? Nichts.
Damals war es ziemlich problematisch alles. Zwei Drummer in einem winzigen Proberaum zu handlen war hart, dazu kam, dass ich immer mehr zu Literaturveranstaltungen musste und kaum Zeit zum Proben hatte. Die Band zerbrach.
Die ganzen Leute von Bowsers Evil Twin, also wir, sind gute Freunde und verkraften natürlich das zerbrechen einer gemeinsamen Band.
Spunky und Tobi wollten dann eine neune Band machen, was genau da alles so passiert ist, weiss ich nicht. Jedenfalls standen dann Nail und Timmey als Schlagzeuger bereit.
Anfangs probte Nail auch noch mit, dann musste er aber auch Diplom machen und deswegen ist Timmey jetzt der Drummer. So kurz das geschichtliche aus meiner sicht.
Jetzt zum Namen. Erst das toolylooly. Was zum Teufel ist das?
Also. Nail und ich stehen ziemlich auf 8bit Gedüdel. Der beste Soundtrack in 8bit ever made ist der von Megaman 2. Und wenn man ein Ohrwurm hat, dann singt man den auch.
So kam es, dass ich Nail in seiner Wohnung besuchte und er gerade die Stagemusik von Crashman sang. Ungefähr so:
Dip - dip dip - dap, dibde dip dip dab dip dab - toolylooly (*2)
Ich hörte dies und musste sofort protestieren: "Junge, das am Ende ist doch kein toolylooly! das ist ein dubbidubbi".
Der ewige Streit um toolylooly und dubbidubbi warf einen langen Schatten auf meines Herzbruders Nails und meine Beziehung und prägte sich in unseren Sprachgebrauch tief ein.
Das McBobby kommt auch von Nail und mir und hat eine lange geschichte.
Nail und ich waren schon immer große Fans der amerikanisch-arabischen hiphoptechnotrash-combo Group X. Neben Sätzen wie:
Johny likes to sing and dance
jonny likes to poopoo pants

oder:
you want me to do things to you like the sun and the moon
i just want bang bang bang

gibt es in deren Songs einen Protagonisten Namens Bobby McPresscut.
Eines Tages gab es im münsteraner Gleis 22 ein Konzert, frag mich nicht nach der Band, aber es war ausverkauft.
Nail und ich wollten trotzdem hin, also behauptete ich an der Kasse, ich Stünde plus eins auf der Gäste liste. Nail meinte, dass würde niemals klappen.
Kassen-Ursel: "Wie heisst du denn?"
Ich "Bobby"
Kassen-Ursel: "Und wie weiter?"
Ich: "McBobby"
Kassen-Ursel: "Ja, stimmt! Du stehst drauf!"

Und hell knows warum, da stand ein Bobby McBobby auf der Gästeliste. Oder sie war unsauber geschrieben und es stand da etwas völlig anderes, jedenfalls kamen wir umsonst auf das ausverkaufte Konzert.

Die zusammenführung von toolylooly und mcbobbies war nur die logische konsequenz und das Ende eines tragischen Streites. Denn genau so wie ich mit McBobby recht hatte, hatte Nail mit toolylooly recht.
Im Suff im Plan B wurde das dann so beschlossen, obwohl weder Nail und ich noch in der Band waren. Damit ein Stück von uns darin weiterlebt. Und wir endlich frieden finden können.

 

Ja. Das habe ich geschrieben und es entspricht der Wahrheit.

Wenn du mehr über die Jungs wissen willst, dann besuche ihre Homepage.

Auf der Seite unter Media kannst du Dir das Album umsonst runterladen. Völlig geschenkt. Supernett, besonders wenn du auf ungeschliffenen Ska-Punk stehst. Wenn nicht, dann... hmm... geh mit mir auf Technoparty :-)

 

So, weiter. Tourplanung. Die Junkie Nimmerplatt-Tour ist jetzt erstmal soweit geplant. Ich werde noch eine OstTour mit Berlin Leipzig Halle Dresden planen, aber gerade... ich meine,... dieses Planungsdings ist immer so kräftezehrend. Junge Junge.

Also, die Final Tourdates, tadaa:

 

 

05.07.2011 - Westfalenstadion Dortmund
14.07.2011 - Pumpe Kiel
15,07.2011 - Zeise Kinos Hamburg
19.07.2011 - Cinema Münster
20.07.2011 - Wohngemeinschaft Köln
21.07.2011 - Circus Maximus Koblenz
22.07.2011 - Pengland Mainz
23,07.2011 - Zentrifuge Nürnberg
24.07.2011 - Jim Nieh (ehem. Jean Stein) Augsburg

05.08.2011 - Chrom Galerie Bochum
14.09.2011 - ZAKK Düsseldorf
23.09.2011 - Pumpe Flensburg
24.09.2011 - Lichtspielhaus Lübeck

 

Ich glaube, die Orte sind alle gut gewählt für einen Sommer, ganz einfach, weil sie klimatisiert sind, nice. Ach ja, auf dem Flyer steht Mainz nicht drauf. Da gab es ein bisschen hin und her und dann musste der Flyer fertig sein und bla. Sie kennen das ja. Immer dieses hin und her.

 

------------ (Kurze Trennline, weil something very different) --------

 

So. Und jetzt hab ich noch ein bisschen Gänsehaut mitgebracht. Sie kommt aus Bielefeld und,... sie kennen das ja... da fehlen einem manchmal die Worte.

 

 

 

Wenn du mehr von den guten Menschen möchtest, dann unterstütze sie, indem du das Album kaufst. Immerhin hast du heute schon das von den Toolyloolies geschenkt bekommen.

 

 

 

 

 

 

So. Damit bin ich raus aus der Nummer. Morgen gehts nach Dortmund, LMBN'en und dann zum ersten mal in München auftreten. Wieder Bayern. Aber sie wissen ja, wie das ist.

 

Gez.

Der, der nicht weiß, wie das ist.

 

 

 

 

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23/24. Mai 2011

Verkehrte Demokratiebetriebe / Aufschwung Ost /

Im Moment lebe ich relativ buddhistisch, wenn man so will. Also in Relation zu, sagen wir, einem Mitglied der Hells Angels lebe ich buddhistisch. In Relation zu einem buddhistischem Mönch allerdings lebe ich gar nicht buddhistisch. Habe mir gerade wieder einen Schreibrhythmus zugelegt, wenn gerade keine Auftritte anliegen, sitze ich in einer Küche und schreibe, bis ich vor Erschöpfung anfange zu zittern und auf dem Küchenboden zusammensacke. Naja, vielleicht ist das wirklich nur sehr wenig buddhistisch, vielleicht doch sogar weniger buddhistisch, als ein Mitglied der Hells Angels der Meditativ über die B70 brettert und die weißen Mittelstreifen der Erleuchtung zählt, aber ich wollte einfach nur mal ganz oft buddhistisch schreiben. Vielleicht habe ich es sogar falsch geschrieben, Dream Weaver hat ja keine Sprachkorrektur. Egal. Wenn du ein Problem damit hast, dann ruf ich Super-Bretzel-Män. Worauf ich hinaus will ist, dass mich gerade kaum etwas aus der Unruhe bringt. Ich weiß auch nicht, ob es mir dabei gut oder schlecht geht, fest steht, es geht mir, also ich existiere. Aber etwas habe ich gesehen, neulich auf Tour, was mich ziemlich aufgeregt hat, meine Unruhe durch Ärgernis ersetzte, quasi. Es ist ein Aufkleber der Hambuger Verkehrsbetriebe, der da oben in links in dem Minibild zu sehen ist. "Alle hören laut Musik - außer Peer, den nervt das sehr", steht da. Und darunter, und das ist nun wirklich zu klein, um es auf dem Foto zu erkennen, steht: "Denken sie auch an andere Fahrgäste. Verzichten sie auf laute Musik in Bussen und Bahnen".

Aber jetzt mal ehrlich. Wir leben in einer Demokratie. Wenn da jetzt fünzig Leute in dem Zug sind und alle haben ihre Riesenkopfhörer auf ihren eumeligen Glocken zu sitzen und ballern sich, keine Ahnung, vielleicht ein Paar hits von Scooter, Shakira und Thunderdoom 3872 in den Koppes - nur der arme Peer hat die nicht dabei - DANN HAT PEER VERDAMMT NOCHMAL PECH GEHABT! Dann soll der sich auch einen Walkman kaufen und nicht den 50 anderen, die da quietschvergnügt vor sich hingrinsen, ihre Freude verderben indem er ihnen die Kopfhörerkabel durchschneidet.

Ich will damit nicht sagen, dass ich et geil finde, wenn sich da irgend eine Rummsbirne den neusten Katzenbergerhit mit 217db in durch das Gehirn pfeiffen lässt, ich möchte nur den Aufkleber kritisieren. Besser wäre doch:

Alle hätten gerne Ruhe -

Nur nicht Hans, der hört laut Schranz / Nur nicht Vettel, der hört Metal / Nur nicht Inge, die tut singe / Nur nicht Dave, der will Rave / Außer Jaques, der geht mit Chansons auf den Sack / Außer Jutta, die Telefoniert mit Mutter / Außer Moe, der spielt Tröte mit dem Po / Außer Margret, die auf Schlager abgeht / doch was ist des? - Karl hört Jazz / Nur nicht das Zugpersonal, das penetriert sich Anal / etc.

Denn im Gegensatz zum Spruch der HVV versuchen diese Sprüche nicht, die Demokratie zugunsten einer Diktatur von Peer aus den Angeln zu heben. Da muss man schon wachsam sein. Beschwerdebriefe an die HVV über diesen Link.

 

Positiv und beruhigend aufgefallen ist mir hingegen die wärme im Osten Deutschlands. So durfte ich in Dessau folgendem, rustikalen Event beiwohnen:

 

Anstatt belanglos in der Betonwüste zu versauern, holen sich diese Teenager ihr Stück Rasen direkt auf die Straße und erfreuen sich an moderner Rundfunktechnik im Freien. Später wurde das Spiel sogar noch mit einem roten Plastikball live nachgespielt. Wenn das Aufschwung Ost ist, dann bitte mehr davon. Sonst kommt Super-Bretzel-Män und packt und alle in den Ofen.

 

Was mich zudem derzeit beruhigt, ist das Album to the left. Es ist schon etwas älter, aber gerade wieder irgendwie aktuell. Denn wenn ich hier so die Nacht rumsitze und schreibe und weiss, dass draussen das wilde Leben am rumtoben ist wie bekloppt, dann muss ich imner einen der Songs hören. Es ist folgender:

 

 

 

Ja. Wahrscheinlich geht es dir gerade wie mir. Du hast das Video angeguckt und musst es direkt nochmal gucken. Oder du bist bereits aufgestanden und hast dich in deinen Honda Civic oder was auch immer gesetzt und bist los gefahren. Ja, es wird Sommer. Ich zittere gerade schon etwas. Es war schon wieder eine lange Nacht. Ich habe Angst, das Super-Bretzel-Män mich holt...

 

Wie, du weisst nicht, wer Super-Bretzel-Män ist?!?!

 

Der hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja. So weit erstmal. Ich bin raus.

Cheers,

Irgend so'n Typ.

 

 

 

 

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15. Mai 2011

Mein Boot soll was gemacht haben?! / Habe gelesen / Planings

Es kommt nicht oft vor, aber schon hin und wieder. Dass ich in High-Class-Hotelzimmern aufwache. Gut, hin und wieder ist vielleicht übertrieben. Manchmal, vielleicht. Okay. Eher selten. Aber es kommt vor. Zum Beispiel letzte Nacht, in Bad Bentheim, ein Kurtort vor dem Herren, mit allen Vorzügen und Nachteilen (wobei ich immer noch auf der Suche nach den Vorzügen bin). Hatte ich die Nacht vorher noch in auf der Gästematratze des wundervollen Tobi Kunzes schlafen dürfen, neben der in Gefühlten zwei Metern entfernung alle Paar Minuten die Straßenbahnlinie 10 nach Arlem vorbeidonnert und dich angenehm massiert (im Übrigen: das einzige, was einen in Hannover angenehm massiert), wurde ich in Bad Bentheim in einem Mehrsterne-Superior-Hotel untergebracht. Kategorie: Suite Luxus Superior. Kein Witz, keine Wortfindung von mir, einfach aus dem Hotelprospekt abgeschrieben.

Der Nachtportier brachte mich persönlich zum Zimmer, welches sich im Nebenhaus des Hotels befand, da das riesige Haupthaus nicht genügend Platz für die riesigen Suite Luxus Superiors zu haben schien. Er war sehr nett und berührte mich nicht intim, nichmal beiläufig, Kompliment. Andererseits: Ich sah auch nicht aus, wie ein Kurgast auf der Suche nach Schatten, sondern wie ein Peilemann auf der Suche nach Sonne. Egal. Aufbau des Zimmers, von hinten aus: Großer Balkon mit Blick auf etwas, das ich Nachts nicht sehen konnte, davor ein Sofa mit Couchtisch, davor ein Bett. Schrieb ich Bett? Ich meinte Liegewiese mit Platz für eine Fußballmannschaft inklusive Ersatzbank, Trainer und Kurschatten und -schattinnen. Daneben mehrere Lampen, die einzeln per Fernsteuerung anwähl- und dimmbar waren, Nachtschränke soviel das Herz begehrt, Badewanne, Dusche, drei Waschbecken und ein separates Toilettenkabüffchen mit Toilettenpapier, auf dessen Lagenanzahl die Bibel neidisch wäre (ein einzelnes Blatt wog in etwa so viel wie das Telefonbuch von Shanghai).

Völlig übertrieben also für jemanden, der da um ein Uhr nachts einmarschiert, den Rucksack und die Schuhe in die Ecke wirft, ein Kippchen raucht, einpennt um dann irgendwann vom Reinigungspersonal zwecks Zimmerräumung geweckt wird.

Nun habe ich bei der Beschreibung des Zimmers zwei Dinge allerdings noch nicht erwähnt. Wäre da zunächst der Kaventsmann von Fernseher. Ich benutze das Wort Kaventsmann nur äußerst selten, aber hier... Junge/Mädchen, war das ein Oschi. Flach wie die Witze von Mario Barth, aber breit wie Charly Sheen. Wenn der in meinen Rucksack gepasst hätte, ich würde jetzt seit Jahren wieder einen Fernseher haben. Aber das besondere an ihm war ja gerade, dass er eben nicht in meinen Rucksack passte. Da beisst sich die Schlange in den Schwanz. Egal. So. Ich den jedenfalls angemacht und so eine Dokumentation angeschaltet, irgendwas mit Boxen und einem Ort in der Nähe von Greifswald, wo mir der Name entfallen ist.

Das andere war die Minibar. Junge, war das eine Minibar. Und ich dachte, komm, dachte ich, ein Bierchen trinkste vorm Schlafen, nur ein kleines. Und dann waren da aber noch so viele andere Leckerlis drin, das ist wie, wenn du einen Hund in einem Hundekuchengeschäft alleine lässt. Der vergisst dann, dass das ja irgendwie ungesund sein könnte. Ich will nicht im Detail auf die einzelnen Drinks eingehen, aber die Rechnung lag am Ende irgendwo im mittleren, zweistelligen Bereich. Naja, lebste nur einmal, dachte ich. Worüber ich aber eigentlich schreiben wollte war der Moment des Aufwachens. Alles vorher steht da nur, um die Situation zu verstehen. Also.

Es muss so gegen zehn Uhr gewesen sein, als ich ein bisschen wach wurde. Der Fernseher lief noch und berichtete brandheiß über das aktuelle Thema. Und ich war halt noch halbschläfrig und nebenher ein bisschen angetüttert vom Minibarinhalt und bekam immer nur so fetzen mit.

...Strauß' Kahn wurde in New York wegen verdachts der sexuellen Belästigung bla bla Strauß' Kahn am Flughafen bla bla Strauß' Kahn bla bla wichtiger Finanzmarktpfeiler bla bla Frankreich bla bla Strauß' Kahn soll nackt aus dem Badezimmer seines Hotels...

Und genau in dem Moment habe ich ERNSTHAFT darüber nachgedacht, ob ich ein Boot habe und ob ich damit nach Bad Bentheim gefahren bin.

Es gibt ja manchmal diese Halbschlafmomente, wo die aktuelle Realität in das, was man so träumt, mit reinspielt. Und so einer war das. Naja. Als ich dann so richtig wach war, wusste ich natürlich, dass das alles Unsinn ist und dann bin ich erstmal duschen gegangen. Und dann (kein Witz) kam ich aus der Dusch und da steht die Reinigungsfrau vor mir. Und ich: nackt. Und sie: Oh! Und ich: Oh!

Ich habe sie dann nicht zu Oralsex gezwungen und auch nicht versucht, sie in mein Zimmer einzusperren, wurde dann auch nicht am Bad Bentheimer Flughafen verhaftet. Wir tauschten lediglich ein Paar verschämte Blicke aus, dann ging sie kurz fort, damit ich mich anziehen konnte. Schließlich bin ich weder mein Kahn noch mein Kutter, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass der Dominique da groß das gemacht hat, was ihm gerade vorgeworfen wird. Ich meine, der hatte doch für den Tag schon ein Date mit Angie, was sollte er sich da vorher schon leerpumpen lassen ((Flach-)Witz)?

 

Themenwechsel.

Jetzt kommt kurz wieder der Literatur-Typ mit dem Lektüre-Tipp durch. Ich habe nämlich wieder ein Buch gelesen, das ich erwähnenswert finde. Vielleicht sogar den gesamten Autor, ich muss mal noch mehr von ihm besorgen.

Das ganze war bei mir so ein Spontankauf am Hammer Bahnhof, wo ich regelmässig immer bei den Mängelexemlaren für drei Euro nach Stoff suche. Das Buch ist von Erlend Loe, einem einundvierzigjährigen Norweger, trägt den Titel Super. Naiv. und ist 1996 erschienen, sprich: Es kommen noch Faxgeräte in dem Buch vor. Emails aber auch schon. Ich habe es heute Nachmittag zuende gelsen und insgesamt etwa 5 Stunden für die 230 Seiten gebraucht. Es hätte mit mehr Konzentration auch schneller gehen können. Die Story in kurz: ein 25jähriger hat einfach so keine Lust mehr auf irgendwas, wohnt dann bei seinem Bruder, wirft ständig einen Ball gegen die Wand und benutzt ein Hämmerbrettchen. Eigentlich passiert in dem Buch wunderbar wenig, was mich allerdings an diesem Buch so unendlich begeistert hat, war die Schreibart. Eine Schreibe wie der Titel, supernaiv, wahnsinnig kindlich und trotzdem ziemlich punktiert. Es wundert einem in dem Buch nicht, dass der Protagonist sich mit einem Kindergartenkind anfreundet und sich mit ihm battelt, wer schon mehr Tiere gesehen hat oder aber über den Sinn und Unsinn von Fahrradhelmen diskutiert. Es ist ein bisschen wie der kleine Prinz in nicht so kitschig, mich hat es Unterhalten, auch wenn mich das Ende relativ kalt gelassen hat. Kann man gerade jetzt im Sommer schön leicht lesen, gerade die Belanglosigkeit ist eine Stärke des Buches. Ein Klick auf das Cover bringt dich zur Kaufseite.

 

Und zuletzt noch ein Ausblick wegen der Junkie-Nimmerplatt-Tour:

Habe am Donnerstag mit der Planung begonnen. Bisher steht fest:

13.07 - Kiel (Ort steht noch nicht)

14.07 - Hamburg (ZEISE Kinos)

15.07 - Lübeck (Ort steht auch noch nicht)

Dann:

20.07 - Köln (Ort steht noch nicht)

21.07 - Koblenz (Circus Maximus)

23.07 - Nürnberg (Ort steht noch nicht)

24.07 - Augsburg (Ort steht noch nicht)

14.09 - Düsseldorf (ZAKK)

 

Im August werde ich versuchen, noch eine Osttour zu planen bei anderen Vorschlägen meldet euch einfach. Und zwar am besten unter meiner neuen e-mailadresse, die ich hier nur kryptisch hinschreibe. Sie heisst so, wie meine homepage ohne das http://www. und .de , dafür aber mit einem @gmail.com am Ende. Keine Lust auf Spam. Ha.

 

Und zu guter letzt noch drei Videos, die die facebook- und youtube-Nerds bestimmt schon gesehen haben. Zumindest die ersten beiden.

 

Zuerst mein Vorrunden Text beim letzten Übel&Gefährlich-Bunker-Slam, den ich endlich mal gewinnen durfte:

 

 

 

 

Dann ein Video für alle, die sich immer Fragen, was zum Teufel dieses LMBN-Dingenskirchen eigentlich ist. Dieses Backstage-Gedönst wird es jetzt wohl monatlich zu gucken geben.

 

 

 

Und als allerallerletzes noch ein Song, der mich völlig bewegt. Er kommt aus dem Computerspiel Portal, das ziemlich in ist, anscheinend, was ich aber noch nie gespielt habe. Aber der Song ist einfach so gut.

 

 

 

So viel erstmal von meiner Seite.

Cheers,

 

Irgend ein Typ

 

 

 

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8. Mai 2011

_Was_so_Phase_ist_

Und dann Zug um Zug wieder von Stadt zu Stadt und von Bühne auf Bühne und du weißt irgendwo, dass das schon alles so seinen Sinn hat. Weil es Dir ja gut geht, dabei. Und du fragst immer noch nach der Ankunft am Bahnhof eine wildfremde Person,...

 

 

 

 

. . . wie der Bürgermeister des Ortes heisst

. . . welchem politischen Lager er angehört

. . . was denn das berühmteste Denkmal der Stadt ist

. . . was man hier so isst.

Ganz normal. Mensch wie du bist zu Mensch der da ist und das ist schon schön.

 

Und dann hast du das Privileg gehabt, Leute kennen zu lernen, bei denen du früher von der anderen Seite der Bühne gejubelt hast., getanzt hast, mitgerappt hast, Zeile für Zeile. Und das werden immer mehr, und die Ehrfurcht vor den Leuten, die du Stars nanntest, schwindet. Denn es sind alles Menschen. Sie scheißen, sie pissen, sie essen, sie lieben, sie gehen in eine Apotheke, wenn sie grippe haben etc.

Und dann fragst du dich, warum du da früher eher verkrapft warst, den Leuten gegenüber, die du Stars nanntest.

Und dann, hin und wieder, begegnest du Leuten, die das plötzlich von Dir denken. Dass du ein Star bist. Weil sie dich auf youtube gesehen haben. Weil sie dich auf einer Bühne gesehen haben. Weil sie dich im WDR gesehen haben. Weil sie deine Bücher gelesen haben.

Und dann merkst du, wie sie so verkrampft sind, wie du es mal warst. Und wenn du das von mir denkst, der oder die das hier gerade liest, dann bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte sprich mich ruhig an, wenn du mich siehst. Aber bedenke: Ich bin genau so ein Mensch wie du einer bist, wie dein Nachbar einer ist (naja, gut nicht dieser eine Nachbar da, der mit der fettigen Schürze, der ist strange...), wie deine Tante einer ist. Ich esse, ich scheiße, ich pisse, ich liebe, ich gehe in einen Supermarkt und kaufe mir Ingwer, wenn ich eine Grippe habe, etc. Kein Star. Keine Person, die man Siezt. Einfach nur irgend ein Typ.

 

So. Das wollte ich gerade mal in die Runde schmeißen. Zu anderen Dingen.

 

Und zwar etwas, das mich ganz besonders freut. Nämlich, dass das nächste Baby einen Geburtstermin hat. Das Baby ist Der kleine Junkie Nimmerplatt, ein Bilderbuch, welches an die kleine Raupe Nimmersatt angelehnt ist, Illustriert von meinem guten Freund Artur Fast, dessen heißen Shit man sich hier angucken kann.

Der Geburtstermin ist der 05.07.2011, bei amazon schon vorbestellbar hier.

Abgefahren daran: Meine Lesebühne LMBN, bei der Artur ja live zeichnet, hat an eben jenem Tag einen Auftritt im Stadion des deutschen Meisters (Glückwunsch, BVB!). Das wiederum bedeutet, dass wir den kleinen Junkie zum ersten Mal live vorstellen werden auf einer Kinoleinwand, die größer ist, als das Haus, in dem ich wohne (!!).

Eine gemeinsame Tour mit Artur bin ich gerade am planen dran, wenn du möchtest, dass ich auch in deine Stadt komme oder du sogar Besitzerin eines oder Kellnerin einem geeignetem Laden bist, dann schreib mir eine Mail. Voraussetzung ist, dass es dort einen Beamer gibt, wegen Livezeichnung und Kram.

Für die Sache im Westfalenstadion kann man aber auch Tickets bekommen. Und zwar hier.

 

Soviel an Ein- und Ausblick.

Cheerio,

irgend ein Typ

der einer Harfe lauscht

 

 

 

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26. März 2011

Nice. Es wird Sommer. Nice.

Nun ist es also wieder so weit. Es scheint zu sonnen, langsam. Was gut ist, da man ein bisschen auftaut. Ich auch. Bin ja nicht so gut auf den Winter zu sprechen, im Prinzip. Und wie sie sehen, habe ich mich her auch schon wieder eine Weile nicht gemeldet. Warum? Ich versuche es mit einem Gedicht:

 

Die Behörde

die gestörte

störte

fuck

 

Das Anfertigen einer Steuererklärung gehört wohl einfach nicht zu meinen Stärken. Aber nun hab ich mich eingefuchst, ich glaube, nächstes Jahr wird alles einfacher. Indem ich nach Monaco ziehe, zum Beispiel. Als "nicht-wirklich-viel"-Verdiener bin ich dann kein Steuerflüchtling, sondern eher ein Steuererklärungsflüchtling. Ich habe Angst vor Bürokratie, glaube ich. Aber seit wenigen Minuten isses vom Tisch und ich kann wieder Dinge machen, was mich freut.

 

Ein Ding hab ich nebenher gemacht. Nämlich mich beworben. Einfach mal ins blaue. Saß in meiner Bude und dachte, ich bewerbe mich mal. Also tippte ich mit der Schreibmaschine auf vergilbtem, 25 Jahre altem Papier eine Bewerbung an das DUMMY-Magazin. Erster Satz: "Ey ihr Opfer in der Redaktion". Naja, was soll ich sagen. Hat geklappt! Ich durfte also einen Artikel schreiben, der in der aktuellen Ausgabe erschienen ist. Teil 1 des Artikels gibbet für Lau auf der Homepage (oben links, Topstory 1), Teil 3 bis 4 gibbet im Magazin.

 

Ansonsten hab ich bergeweise gelesen. Zum Beispiel das Gesamtwerk von Tim Binding, den ich hier gerade mal empfehlen möchte, weil ich ihn für einen grandiosen Schreiberling halte. Diesbezüglich möchte ich gerade mal zwei Werke von ihm kurz vorstellen.

 

Zum einen seinen aktuellen Roman Cliffhanger, der Nachfolger zu sienem Roman Fischnapping.

Die Story in sehr kurz: Ein Typ sitzt im Gefängnis, weil davon ausgegangen wird, dass er seine uneheliche Tochter umgebracht habe. Dann aber kommt seine Exfrau daher und gesteht, dass sie die Tochter getötet habe. Fest steht allerdings, dass er eine Person von einer Klippe gestürzt hat, weiss aber nicht, wer diese Person ist, weil anscheinend alle vor Ort die gleichen, gelben Friesennerze tragen. Es ist alles etwas kurios, naja. Er jedenfalls macht jetzt in Kunst, ehm... Ich verliere gerade wieder den Faden. Steuererklärungsnachwirkungen... Naja. Jedenfalls: ich habe hart viel gelacht bei dem Buch. Es ist ziemlich schwarzhumorig und fein.

 

So. Das zweite Werk ist fast schon episch. Es trägt den Titel Henry Seefahrer. Es ist ein Klotz von über 600 Seiten, ohne irgendwie durch großgesetzte Buchstaben oder Zeilenabstände (fingerzeig ich Richtung Calrsen) zu schummeln, es ist tatsächlich ein ziemlicher Klopper und ich hab ewig für die Lektüre gebraucht. Im Prinzip zeigt es die Geschichte einer abgelegenen Straße in einem englischen Kaff uber lange Zeit, eine teilweise langatmige Studie über etwa 10 Protagonisten, die alle sehr verworren zusammenhängen. Ich weiss gar nicht, was mir an diesem Buch so gefallen hat, es ist nicht irgendwie besonders krass oder witzig, aber die personen sind halt so detailiert. Empfehlen würde ich dieses Buch nur sehr wenigen Menschen. Am Ende hat ich jedenfalls eine krasse Gänsehaut, aber bis die einsetzt hat man einfach diese 600 Seiten vor sich. naja. was sag ich hier eigentlich?!

 

So. ich will jetzt selbst schreiben. Weil die Steuererklärung vom Tisch ist. Happy Joy, Cheerio.

Adio.

Andy

 

 

 

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13. Februar 2011

Happy verÄnderung

Hallo Ägypten!

Schön, dass ihr geschafft habt, was ihr geschafft habt. Alle auf die Straße und BÄM.

Genau so habe ich mir das vorgestellt. Jetzt nicht die Zügel aus der Hand nehmen lassen und am Ball bleiben. Am besten wäre es natürlich, wenn jetzt alle auf der Straße sitzen bleiben und ein riesiges Plenum abhalten. Bei der Anzahl der Beteiligten werden dann alle Verhungern. Basisdemokratie hat halt seinen Preis.

Bin hier jetzt gerade am rumtüddeln. Hab die Zehner-Smiley-Serie fertig, sie sind schon in ihren Briefumschlägen. Es sind ein Paar mehr als Zehn gekommen, die die zu spät waren, haben ein Trostpflaster bekommen. Denn man kann ja nicht ankündigen, dass man eine Zehnerserie macht und dann einfach 16 machen. Das wäre unprofessionell und man würde als Künstler seine Glaubwürdigkeit verlieren.

Wie sie geworden sind, willst du wissen? Hab sie alle mal fotografiert:

 

 

Ja, ich weiss, das sieht fleckig aus. Liegt an der Kamera, da ist Dreck auf der Linse. Beschwer dich nicht, kauf mir lieber eine neue Kamera :-)

 

So, ich geh in die Sonne

 

 

 

 

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9. Februar 2011

Perfider Mordversuch der Deutschen Bahn

Nur knapp entkam mein Freund Mischa-Sarim Vérollet heute einem tückischen Mordanschlag der Bahn. Der perfide Plan: Er sollte sich am Dortmunder Hauptbahnhof zu Tode warten. Dreist wies die Bahn sogar darauf hin:

 

zug

 

Experten (calc.exe) haben errechnet, dass eine Verspätung von 2147483630 Minuten umgerechnet 35.791.394 Stunden oder 1.491.308 Tage oder etwa 4085 Jahre ergeben. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Autors und Poetry Slammers beträgt aber durchschnittlich nur 46 Jahre (die ganzen alten Goethe-Haudegen mit in die Statistik eingerechnet), somit hat der Mordversuch eine Overkill-Capacity von 4039 Jahren.

 

Verollét äußerte sich telefonisch in einem kurzen Interview:

Andy: Mischa. Was war da los?

Mischa: Ja.

Andy: Ehm. Ja?

Mischa: Echt! Schlimm.

 

Während sich das Opfer gespräch gab, schweigt Bahnchef Grube bisher zu diesen Vorwürfen. Besonders angekreidet werden der Bahn, dass sie die anderen Personen, die ebenfalls am Dortmunder Bahnhof warten, als "Kollateralschäden" abtuen.

 

Augenzeugenberichten zufolge hat Vérollet jetzt seine Hipster-Synthetik-Stiefel durch bequeme Wanderstiefel eingetauscht und ist den Fußmarsch nach München angetreten.

Hoffen wir das Beste.

 

Andy

 

PS

zu den Smileys: habe jetzt zwei von zehn verschickt. Mal gucken, wie viele Rückumschläge heute in der Post sind. Noch gibt es aber glaube ich die Chance.

 

UPDATE: Hab heute vier Umschlage bekommen. Gestern zwei. Bedeutet: 6 Smileys sind weg. Wie viele morgen kommen, weiss ich nicht, werde ich aber auch erst Samstag wissen, weil ich in Österreich bin bis dahin. Ergo: Besser erstmal keine Umschläge mehr schicken!

UPDATE 2: Vérollet ist gut angekommen

 

 

 

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7. Februar 2011

Der SÜSSE KLEINE TYp

Leude. Vor genau einer sechs Tagen habe ich mein Romanmanuskript zum Verlag geschickt und hatte endlich mal wieder richtige Freizeit. Also, so ganz richtig eben.

Wie das so ist, wenn man Freizeit hat, macht man endlich mal Dinge, die man sonst nicht macht. Lange Spaziergänge im Park, währned die Haut im Sonnelicht glitzert, capische?

Jedenfalls hat mein Verleger mir irgendwann im Januar eine Reiseschreibmaschine geschickt. Ich weiß nicht, warum sie Reiseschreibmaschine heißt, denn sie wiegt gefühlte 68 Kilo, sieht dafür aber auch aus, als könnte man mit einem Panzer drüber fahren und sie bliebe davon unberührt.

Gestern jedenfalls habe ich ein bisschen mit der Schtreibmaschine Tiergedichte geschrieben, die alle so schlecht sind, dass ich sie im Lagerfeuer verbrannt habe.

Aber eine gute Sache habe ich dann entdeckt, und zwar einen wirklich wunderschönen Smiley, der nur mit der Schreibmaschine funktioniert. Hier ist er:

 

Ich mag den. So. Und bin wieder raus.

<3

Andy

 

UPDATE: Einige Menschen wollen so einen Smiley von mir geschickt bekommen. Okay. Ich mache eine Serie von zehn Stück, die alle irgendwas sagen, nummeriere und signiere sie. Was man tun muss, um einen davon zu bekommen? Einfach einen frankierten Rückumschlag an mich schicken. Meine Adresse versteckt sich irgendwo auf dieser Seite.

Drei sind quasi schon weg. Wenn alle weg sind, sag ich bescheid.

 

 

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17. Januar 2011

Hallo Welt 2011 (Quersumme 4)

So. An dieser Stelle erstmal ein frohes neues Jahr. Kommt etwas spät, aber ich benötigte viel Zeit, um meine Wohnung wieder bewohnbar zu machen. Da in dem Saustall kein gutes Leben möglich war, war ich auch nicht bereit, anderen ein gutes Jahr zu wünschen. Nun geht es wieder und ich habe sogar einen Teppich, jetzt. Früher war da auf dem Boden eher so eine Art Schicht, über der man dann drüber gelaufen ist - eine Unterschicht vielleicht. Da auf der Unterschicht schon genug herumgetrampelt wird, hab ich die jetzt weggeterpentint und die Möbel gerade gerückt.

Kurz ein Ausblick was 2011 kommt. Zunächst mal habe ich den Verlag gewechselt. Natürlich liebe meinen alten Verlag Ubooks immer noch. Es gibt da zwei Andreas, die beide sehr nett sind und den Verlag vor zehn Jahren gegründet haben. Zu den Andreassen muss ich sagen, dass beides tolle Dudes sind.

Einer der beiden steigt jetzt aber bei ubooks aus und bringt einen neuen Verlag an den Start, nämlich den unsichtbar-Verlag.

Warum ich jetzt dahin gehe? Die Sache ist, dass ich bei Unsichtbar mehr Möglichkeiten habe, da der Verlag nicht in einer bestimmten Ecke steht. Was bedeutet, dass ich da auch dieses Schätzchen, welches ich mit Artur Fast gebastelt habe, veröffentlichen kann:

Der kleine Junkie Nimmerplatt

Das Buch liegt mir einfach sehr am Herzen und wird wahrscheinlich im Sommer verfügbar sein.

Im Herbst kommt dann bei unsichtbar ein Roman von mir, der sich schreibtechnisch jetzt gerade im Endstadium befindet, mehr dazu, wenn er fertig ist.

Das war nur ein kurzer Ausblick und mal eben schnell getippt. So als Lebenszeichen.

Zur Belohnung für das Lesen noch ein Video.

 

Soviel erstmal. Muss weiter schreiben...

bin gerade "voll drin"...

<3

andy

 

 

 

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3. Dezember 2010

Das Wunder von Bahn / Eintritt / AufLagen

Saß gerade in meiner Küche und plante meine Reise zur Lesung in Dinslaken. Verkehrsmittel der Wahl war die Bahn, wie eigentlich immer, wenn mein persönlicher Fahrer gerade von seinem immens hohen Gehalt in der Karibik sonnt. Und ich also so am planen dran. Auf der Bahn-Homepage. Hab dann folgendes gesehen:

wunder der bahn

(Wenn du draufklickst, dann siehst du das Bild in groß)

 

Sie werden feststellen, dass ich einen Pfeil in Richtung des Preises von 21 Euro gemacht habe und unten ganz dreist: "HA!" hingeschrieben habe. Denn ich sah, dass man zuerst mit dem IC nach Duisburg fährt und dann weiter nach Dinslaken. Da mein Fahrer wirklich häufig (an etwa 345 Tagen in Jahr) in der Karibik bounced und ich deswegen häufig in Zügen sitze, wusste ich auch folgendes, was ich danach direkt recherchierte und hier wieder mit einem Bild beweise:

wunder der bahn2

(auch wenn du hier drauf klickst, wird das Gelöt größer)

 

Wir stellen also fest: Eine Fahrt von Münster nach Duisburg ist teurer, als eine Fahrt von Münster über Duisburg nach Dinslaken. Wenn du also eines Tages von Münster nach Duisburg fahren möchtest, dann kannst du 2 Euro sparen, wenn du stattdessen nach Dinslaken fährst. Dein Ticket kannst du dann sogar noch an jemanden verschenken, der von Duisburg nach Dinslaken möchte. Woran das liegt? Da hab ich auch drüber nachgedacht und mir die Strecke angeschaut. Die sieht so aus:

karte

Wir sehen, dass die Form der Strecke ein so genannter "Haken" ist. Quasi: Da ist ein Haken an der Sache. Uri Geller hat die Bahnstrecke verbogen und muss Schadensersatz zahlen, welcher sich auf den Fahrpreis niederschlägt. Oder die Bahn zahlt den Leuten, die gar nicht nach Duisburg müssen, eine Art Schmerzensgeld, weil sie sich trotzdem in Duisburger Hauptbahnhof aufhalten mussten. Vielleicht ist es aber auch so, dass Duisburg den Menschen Geld gibt, wenn sie aus Duisburg wegfahren, weil Duisburg keine Menschen mag. Kann das sein? Ich werde eine Studie darüber in Auftrag geben.

Für mich jetzt gerade right this second ist das alles allerdings egal, denn mein IC hatte verspätung und um nicht ganz unpünktlich zu sein, wählte ich jetzt eine Verbindung aus Nahrverkehrszügen (Sitze gerade in der RB von MS nach Essen umzingelt von NahverkehrszugfahrerInnen, sie schauen diebisch auf meinen Laptop und warten auf ihre Gelgenheit, trauen sich aber wegen der Hamstermütze, die ich trage, nicht).

So. Haben wir das Wunder von Bahn im wahrsten Sinne abgehakt, können wir zum nächsten Thema kommen. In der Überschrift wird es ja als Eintritt angekündigt.

 

Also. Ich habe mir etwas für 2011 überlegt. Nämlich, dass ich eine Art Dauerkarte für all meine Lesungen anbieten möchte. Es handelt sich dabei um das Kostüm hier. Wer 2011 in diesem Kostüm zu einer meiner Sololesungen oder Lesebühnen kommt, erhält freien Eintritt, muss aber

a) auf Kommando hüpfen und

b) eventuell ab und zu auf die Bühne kommen.

 

Warum ich das mache? Ich weiss es selbst nicht. Es reizt mich einfach die Vorstellung, vor einer gigantischen Horde Pimmels zu stehen und zu reden. Das muss ungefähr das Gefühl sein, was der Redner bei NPD-Parteitagen hat, nur dass dessen ZuhörerInnen sich dafür kein Kostüm anziehen müssen.

 

So. Letzter Punkt, dann muss ich sowieso umsteigen:

Mein Verlach hat gesagt, dass die Erstauflage von Establishmensch bald vergriffen sein wird und wir dementsprechend im Januar die zweite Auflage in den Druck geben. If you also willst in den Genuss der historisch bestimmt sehr bedeutenden Erstauflage kommen, dann musst du dich eventuell beeilen. Ich jedenfalls werde morgen in den Wald gehen, einen Fasan suchen, ihm eine Feder stehlen und mit dieser Feder und meinem Blut ein Vorwort für die zweite Auflage schreiben. Es wird heissen: "Vorwort zur zweiten Auflage". Wicekd.

 

Hyper Hyper, ihr lieben Sparfüchse!

 

Andy - steck den Kopf nicht in den Sand,- Strauß

 

 

 

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23. November 2010

Wannabe-Nerd L337 n1c€!

Hab das ja mal irgendwie erwähnt, dass ich mir irgendwann nen neuen Laptop gekauft hatte, nech? Dabei handelt es sich um den Moppen auf dem Bild da. Wenn du wissen willst, was der kann, dann musste drauf klicken. Kannst ihn auch direkt kaufen, is guter Bruder. Sein Name ist ACER Aspire Timeline X 4820TG (hab ich das gesagt, oder gedacht?) Nein Nicht Mac Acer Book und nicht weß und macht auch nicht so voll einen auf Design und was nich alles, dafür aber relativ günstig und viel Leistung. Dann Um das mal klar zu stellen vorher: Ich finde bei Laptops den bulligen Lenovo/IBM-Shit sexy und sowas von maximal Punkrock, wie ein Laptop nur sein kann, aber: Geld. Denn wenn ich einen Computer habe, dann will ich damit auch töten. Und zwar so realistisch wie möglich. Ich will ein Typ sein können, der mit einer weißen Kaputzenpulli voller roter Ornamente durch die Welt läuft, von Dächern springt und dann irgendwem von Hinten den Hals aufschneidet. Das brauche

ich, als kreativen Ansporn für (schriftliche) Folgetaten. Außérdem will ich so kleine Mittelaltermenschen losschicken, damit sie Bäume umkloppen, Hirsche jagen und sich merwürdige Helme aufsetzen. Denn wenn schon sonst keiner auf mich hört, dann sollen das bitte wenigstens möglichst viele kleine Wesen auf meinem Computer tun. Das geht auch mit einem sexy-ecikgen, 1980 designten und seither nicht veränderten Lenovo/IBM-Laptopf, aber: wat dat kosten tut, da machste Dir kein Bild von. Ich also glücklich mit dem ACER. Kann man auch lange im Zug mit sitzen und überfälliges abtippen und wiegt nich zu viel. Klar, so ne Medienlady schleppt man nicht ab, wenn man sagt: Hey, komm mit zu mir, ich zeig dir meinen ACER, aber man kann eben nicht alles haben. Bzw: Man WILL ja auch nicht immer alles haben.

Da ich nun rausgefunden haben, dass einer meiner liebsten Schriftsteller Torsten Sträter sehr viele Kriegsspiele spielt, dachte ich mir: okay. Wenns bei ihm funktioniert.... und mir Call of Duty - Black Ops besorgt. Lassen wir den ganzen patriotismus hinter der Grundidee mal weg und beschränken uns auf das wesentliche: Töten. Sehr realistisch, taktisch, bla. Also installiert und losgerannt und dann festgestellt: Alter, ruckelt. Da ich ja mit so Computer und das alles aufgewachsen bin (alles begann mit einem Commodore C64), war mir Schritt eins der Vorgehensweise sofort klar: Grafikkartentreiber muss auf den neusten Stand. Denn: seit ich den Rechner hab, ist diesbezüglich nicht viel passiert. Nun hatten Acer und ich aber das erste Mal Probleme miteinander (und hier geht der NERD-Shit los): Der Rechner hat zwei Grafikprozessoren. Einen zum viele Menschen in möglichst realistisch Töten und einen zum im Zug sitzen, Tippen und Strom sparen. Einfach mal eben einen neueren Grakfikkartentreiber zu installieren ist deshalb problematisch, denn wenn du das machst, schaltet sich deine Radeon ab und die Intel-Karte will nur noch mit dir reden. Aber ich habe mir eine Lösung ausgedacht und wenn du Vater oder Mutter, also Eltern eines grafik-hybrid-acers bist, also das sorgerecht für einen Laptop mit umschaltbarem Grafikkartenchipsatz bist, dann wirst du mir für folgenden Tipp dankbar sein, denn jeder will ja nur das Beste für sein Kind. Wenn du also den Treiber updaten willst, mach das wie folgt: Schalte deinen Rechner an, aber lasse ihn nicht starten, sondern gehe ins Bios. Da schaltest du einfach die switchabilität deiner Grafikkarte aus. Dann in dein Betriebssystem, neuen Treiber installieren, neu starten und den Treiber einrichten. Als letztes nochmal neu Starten, aber wieder ins Bios und Grafikkartenswitchmöglichkeit einschalten. Tadaa. Starteste, guckste, siehste, haste fein gemacht. Und dann ruckelt es schon viel weniger beim gepflegten töten.

Hab Call of Duty trotzdem wieder runtergeschmissen. Warum braucht man immer einen Krieg oder Feindbilder um Leute zu töten?! Ist doch Unsinn. Dann lieber ein bisschen weniger Realismus in der Grafik und mehr Surrealismus bei den Tötungsarten (hab Postal 2 wieder installiert).

 

Umarmt euch.

11 00 101.

Andy

 

 

 

 

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18. November 2010

Long time - offline

Da schau mal! Ja schau doch mal! Ui, hier hat sich was getan! Deep.

Andy, du Penner, was war da los?! Warum hast du hier nichts mehr gemacht?!

Sorry Dudes, it was just not my fault this time. My Webmastress and me hatten die conntection to the ftp verloren, ausserdem war er häufig sehr lame und fuckte unsere lifes. Aber jetzt sind wir gemoved zu einem besseren Place to be.

Und wie sie etwas weiter unten sehen, habe ich es am 7. Oktober versucht, das hier upzudaten. Der Streik des ftp ist mir jetzt aber Grund genug, das ganze hier doch nicht to a lifestyleblog zu machen.

Also kann ich gepflegt das tun, was ich am liebsten mache: ANGEBEN. Aber es fiele mir natürlich nicht ein, das so unverholen zuzugeben. Deswegen nenne ich es einfach mal "mich kollektiv mit den Besuchern meiner Homepage über erreichte Dinge freuen".

 

Prahlerei Eins Zwei Drei:

Bin ja jetzt schon ein bisschen mit Albträumer auf Tour und hab ziemlich viele Statements zu Albträumer bisher bekommen. Was mich daran freut: Viele Leute fanden es ziemlich geil. Iris Schwarz hat gesagt, dass sie beim Lesen zwei mal ohnmächtig geworden ist und jetzt in einem Konflikt ist, weil sie es unbedingt zuende lesen möchte (weil sie es geil findet), es aber nicht schafft. Also so menschlich jetzt das schönste Statement, wie ich finde. Was aber neben den direkt-menschlichen Reaktionen schön ist, sind die "medialen Echos", auf über die ich so gestolpert bin. So war ich erst Buch der Woche bei WDR 1Live (Text: hier / Audio: hier) und in der Woche drauf dann bei MDR Sputnik (Podcast und Text: hier). Wenn du das 1Live-Dinge gehört hast, dann weisst du jetzt auch, dass ich gepflegte Fingernägel habe. Ich weiss nicht ob das ironisch gemeint oder eine optische Täuschung war. Und Rezension nummer drei kommt aus der Schweiz und wurde von einer Fee geschrieben. Zu finden hier.

Oh! Mir fällt gerade noch eine ziemlich gute, mündliche Rezension ein! Von vor drei Tagen. Die muss ich loswerden. Also. Würzburg Hauptbahnhof. Ich absolut blass wegen irgendwas schlechtes gegessen oder so, Magen jedenfalls total im Eimer (sprich: die nacht vorher nur am schotzen [neologismus für schei**en und kotz**]). Auf dem Weg zum Zug nach Hause um mich nach fünf Stunden fahrt in meinem Bett endlich erholen zu können. Auf dem Rücken ein Rücksack voller Kladden, Zetteln, alter Schlüpfer und Socken. Rechte Schulter: Umhängetasche mit 5*Albträumer, 2*Establishmensch, 12 Edding, einer Flasche Afri und Salzstangen. Linke Schulter: Ein Müllsack voller absurder Dinge (moment ich mach schnell ein Foto) ^^würz

Der Inhalt des Sacks besteht aus den Dingen, die das Publikum des Würzburger Poetry Slams dem Gewinner gerne Schenken (oder womit sie ihn strafen) möchten. So ein Sack enthält in der Regel alles, von Analduschen über Bücher und DVDs bis hin zu Räucherstäbchen, Porzellanmännekens und USB-Kabel. Naja. Ich jedenfalls gut vollgepackt, blass und müde, zomewalk richtung Bahnsteig. Dann aber, im Tunnel zu den Gleisen, der Stier. Bundespolizist, Kampfmontur, doppelt so breit wie ich. Horrorszenario: "Allgemeine Personenkontrolle in BAYERN". Und nur noch zwanzig Minuten bis mein Zug abfährt. Immerhin der Zug in mein gottverdammtes Bett nach einer Woche Lesungen, Slammeisterschaften und zwei Nächten Schotzen. Und dann gibt es diesen kurzen Blick. Du siehst den Polizisten und schaust ihm ganz kurz in die Augen, von weitem, und dann wissen sowohl du als auch er, dass du gleich dran bist. Folgender Monolog ist bei mir hängen geblieben (der bayrische Dialekt ist meinem Empfinden in jenem Moment nachempfunden und erhebt keinen Anspruch auf linguistische korrektheit:

 

P: "Guten Toaag, wir führeeejn ajne allgemeine Personäjnkontrolln durch. Führän sie igendwoiche Dinge bei sich die net-a-laubt sind? [Pause] Drogäjn vielleicht?!"

A: "Ich hab hier ne Tüte voller shit. Aber ohne Drogen"

P: "Dann tät ich jetzt gerne-a-moj ihren Ausweis sehjn"

P wird etwas entspannter, weil er sieht, dass ich Strauß heiße, was in Bayern immer irgendwie von Vorteil zu sein, geschichtlich. Dass ich mein Personaldokument allerdings mit einem Anarchie-A unterschrieben habe, gefällt ihm dann doch nicht so gut.

P: "Wos is des?"

A: "Meine Signatur?!"

P: "Nun werden sie aber net frech!"

Ich zucke mit den Schultern, was mit dem Gepäck eher schwer ist.

P: "Dann dät i jetzt gerne a-moi-in ihr Gebäck sehen"

Ich zeige ihm meine Salzstangen im Umhängebeutel und schaue wie eine getretene Katze. P bemerkt, dass da noch eine Flasche Afri ist und sieht auch meine Bücher.

P: "Des haben sie geschiebn?"

A: "Ja"

P: "Waren sie des bei dem Boedry Schläm in der Posthalln?"

A: "Ja"

P: "Des Bild is irrwitzig! Haben sie Magendarm?"

A: "WAS?"

P: "Die Cola und die Brezn..."

A: "Sherlock Homes"

P lacht. Kauft mir ein Buch ab, lässt es für seinen Sohn signieren und wünscht mir eine gute Reise. Ich habe noch zehn Minuten Zeit um auf dem Bahnsteig zwei Zigaretten zu rauchen. Und denke: WTF? Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Ihm hat das Cover gefallen. Er schenkt es seinem Sohn. Gebe aber als Lebensweisheit als Reim mit auf den Weg:

 

Soll keiner dir in Rucksack glotzen,

musst nur die Nacht vorher du schotzen.

 

So. Next Prahlerei. Oder sollte ich es eine Art Feierei nennen? Dieses mal nicht wegen Literatur sondern wegen youtube. Zu feiern gibbet den 1000 Abonennten :-) Wat'n Unsinn eigentlich, aber irgendwie schön. Und zur feier des Tages verlinke ik hier jetzt dat allererste Video, das ich jemals bei youtube hochgeladen habe:

 

 

Ja. Du hast recht. Es ist anstrengend. Weniger anstrengend ist das neuste Video. Es zeigt meinen Monat August in vier Minuten:

 

 

So. Bei zweitausend Abbonenten zünden wir vielleicht mal gemeinsam legal ein Auto an.

 

So. Bin jetzt müde. Samstag und Sonntag wird wieder Theater gespielt, dieses mal in Dortmund, im Theater im Depot und dann wird weiter rumgelesen. Aber jetzt wird geschläft.

Auf einer Slaka von 1 bis 10? ZEHN! (aber du kannst jetzt noch den Oktobereintrag lesen, der ist eigentlich ganz gut.)

 

Ein Aphorismus noch:

Wenn ich dich duze, fühle ich mich wie IKEA.

 

High five.

Andy

 

 

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7. Oktober 2010

Pfiffige Tipps FÜr einen Goldenen Oktober

Liebe Hausmänner und Businessfrauen, die ihr meine Seite betrachtet! Ich habe mir gedacht, meine Homepoage heute zu einem Lifestyleblog für clevere Menschen zu machen. Zumindest einen Eintrag lang, werde ich sie nun mit nützlichem Wissen versorgen, sie duzen und illustre Dinge von mir lassen.

 

Tipp 1 / Wasser sparen

Derzeit gibt es die fantastische Möglichkeit, auf Kosten des Landes Baden-Württemberg zu duschen. Setzen sie sich einfach mit ein Paar Freunden über einen längeren Zeitraum in einen Park in Stuttgart und erfreuen sie sich an den herbeifahrenden Freiluftduschen. Nutzen sie die festlichen Temperaturen, die dieser sonnige Herbst mit sich bringt!

 

Tipp 2 / Dekoration

Die Farben des Herbstes sind rotbraun bis braun. Bedenken sie dieses, wenn sie youtube-Videos in ihre Homepage einbetten!

 

Tipp 3 / Tierhaltung

Entfernen sie sämtliche Gitterstäbe und Leinen von ihren Haustieren, denn auch diese wollen sich nicht gefangen fühlen - wie das Bekennervideo eines Hamsters zeigt:

 

 

Tipp 4 / Zwischenmenschlichkeiten

Viele Dinge wandeln sich im Herbst, auch zwischen menschen, die sich gut zu kennen glauben. Bereiten sie sich auf menschliche Apokalypsen vor, indem sie sich dieses Theaterstück anschauen:

 

 

Tipp 5 / Schlafstörungen

Sollten sie unter Schlafstörungen leiden und diese hin und wieder mit dem Konsum von ???-Folgen zu bekämpfen versuchen, dann meiden sie das aktuell erschieene Dreierspecial "der 3Tag", denn es enthält die drei bisher besten Folgen, die in diesem Millenium entstanden sind. Jede Folge für sich ist so spannend und gut gemacht, dass sie dazu nicht einschlafen werden können (zumindest ging es mir so). #Menschen, die allerdings nicht dazu einschlafen, sondern sie tatsächlich einfach nur hören wollen, sollten UNBEDINGT zugreifen.

Gegen Schlafstörung hilft auch: Besuchen sie eine meiner zahlreichen Lesungen im Oktober und November, dann ist die wache Zeit wenigstens unterhaltsam.

 

Endbemerkung:

Thilo Sarazzin wurde mit keinem Wort erwähnt. Was mich wundert, in diesem Zusammenhang:

Wenn irgend ein Hund einen völlgemüllten Garten zuscheisst, dann finanziert man ihn doch nicht dadurch, dass man ihm Geld dafür gibt, wenn man die Fotos davon anschaut. Oder? (Achtung, meta-ebene).

 

Gute Nacht.

Andy

 

 

 

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20. September 2010

ein bisschen geflasht dann doch

Ist ja schon wieder was her, dass hier was neues kam. Liegt daran, dass ich seit dem 27. August "eingespannt" bin. Also, wenn mein Körper ein eigenes Land wäre, dann die DDR. Zum einen herrschte dort gerade Vollbeschäftigung. Der Kopf denkt die ganze Zeit über Stories nach, die Augen lesen ständig den zu lernenden Text für das Theaterstück, bei dem ich mitspiele, die Waden befeuern mein Fahrrad mit Energie um mich zum Probezentrum zu transportieren und der Rest des Körpers bewegt sich dann bei den Proben und dem einderthalbstündigen Aufwärmtrainig.

Zum anderen funtkioniert mein Körper gerade etwas wie die StaSi, denn er verrät mir wertvolle Geheimnisse über mich selbst. Zum Beispiel, dass man einen vier Jahre alten Bierbauch ganz schnell weg bekommt, wenn man jeden Tag irgendwas sportliches macht. Und da man aus seinem Körper ja nie ganz raus kommt, könnte meine Haut sowas wie eine Mauer sein. Unter diesen Aspekten ist es eigentlich gar nicht so schlimm, die DDR zu sein.

 

So. Nun aber erstmal chronologisch zu den Dingen, die so anstanden:

Also, da war ja noch das Dockville-Festival, für das ich mich an dieser Stelle noch mal ganz herzlich bei allen beteiligten bedanken möchte. Bei den Veranstaltern, dem Moderator, den anderen Slammern und besonders dem Publilkum. Weil: war geil. Insgesamt durfte ich drei mal lesen. Einmal beim der Vorrunde auf einer Wiese am Samstag vor was weiss ich wie viel entstpannten Leuten, dann mit Bleu Broode zusammen am Sonntag Mittag auf der Hauptbühne als ersatz für Jupiter Jones und dann"gegen" Tobias Kunze auf der Hauptbühne zwischen Slime und Jan Delay. Wow, namedropping, alter. Gut, dann drop ich jetzt noch ein Paar Names im Zusammenhang mit dem Dockville. Uffie schenkte mir ein Sixpack Bier und schrieb mir mit einem Edding Sexslave ins Gesicht, Jan Delay sagte "Hilfe, lass mich los" und Mischa Sarim-Verollet lies sich von mir mit dem hübschen Friska Villjor-Mann fotografieren.

Ansonsten muss ich sagen, dass mir das Verhalten vieler Musiker negativ aufgefallen ist. Die meisten waren so backstagetechnisch wenig punkrock und es schien die Routine ihr Leben ergriffen zu haben. Hamburger Schule-Veteranen flennten, weil ihnen das Wasser nicht genug oder zu viel Kohlensäure enthielt Punkrock-Veteranen spielen irgend einen Mummenschanz auf ihren Iphones, althergebrachte Technovikinger schauen phlegmatisch ein Bäumchen an. Das ist jedenfalls nicht das, was ich mir vom Leben als Künslter erwarte.

Ich erwachte an einem Morgen auf einem Baum und stomerte eigentlich die ganze Zeit angetüddelt durch die Gegend. Festival halt. Auf wie vielen Festivals muss man eigentlich spielen, um davon die Schnauze voll zu haben? Ich hoffe, dass die Zahl sehr hoch ist und ich sie nicht erreichen werde.

Dann ging für mich das Theater los. Wörtlich. Bedeutet: an fünf Tagen die Woche 7 Stunden Probe, am Samstag immerhin noch 4. Merkwürdige Probezeiten: von 10-14 und 19-22 Uhr. Dazu die Textlernzeit. Und was soll ich sagen, es ist... naja... ich will jetzt nicht übertrieben pathetisch werden... aber... vedammich, wie geil das ist! Die Kollegen sind allesamt super und ich merke, dass ich das wieder machen will, wenn diese Sache jetzt gelaufen ist. Wirklich. Unbedingt.

So. Und jetzt muss ich noch zu einem persönlichen Monatshöhepunkt für September kommen.

Das war LMBN am 9. September im Domizil Dortmund. Weil wir vor der Sommerpause immer leute wegschicken mussten (es wurde zu eng im Club) und weil wegen der Luft (oder wegen der Sexyness von Sulaiman Masomi) zwei Menschen ohnmächtig wurden, sind wir jetzt in den Saal umgezogen. Und das erste mal im Saal war fantastisch! 210 Leute waren da, es war schön voll und es ist leutetechnisch noch Platz nach oben. Das familiäre vom Club ist, was ich bezweifelt hatte, immer noch geblieben und ich habe auf der Bühne genug Platz, die Dinge, die ich beim Theater lerne, einzubringen ;-)

 

Noch ein Höhepunkt war für mich der Tag, an dem das Paket kam.

Also, DAS Paket. Dazu auch ein Video:

 

 

 

Ja. Viel mehr schaffe ich gerade nicht zu sagen. Probezeiten.

Ehm... ich muss weg

 

 

 

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Zu den Dingen, die älter sind. (WOW! EINE ZEITREISE... HELL YEAH...)